Ich habe meiner Frau Andrea den Kurs KI Audio Empire geschenkt. Sie liest sehr gerne und hatte bereits zwei Projekte im Kopf: Gedankenpause und Sich selbst spüren statt funktionieren. Die Idee dahinter war einfach: Ihr Wissen möglichst unkompliziert als Hörbuch veröffentlichen – ohne Lektor, Aufnahmestudio oder die eigene Stimme aufnehmen zu müssen. Gerade Letzteres war ihr wichtig.
Warum ausgerechnet Hörbücher? Ich hatte damals den Eindruck, dass dieser Markt noch nicht so überlaufen ist wie der E-Book-Markt. Inzwischen sieht das allerdings schon etwas anders aus. Auch Hörbücher werden immer häufiger mit KI erstellt. Trotzdem fand ich die Idee als Geschenk passend, weil sie ihr helfen könnte, bekannter zu werden. Außerdem habe ich mit den Kursen von Ralf Schmitz und den Sales Angels bisher gute Erfahrungen gemacht – vorausgesetzt, man setzt das Gelernte auch um.
Die Erstellung des Hörbuchs selbst war nach ihrer Aussage erstaunlich einfach. Besonders gut gefallen haben ihr die Unterstützung bei der Wahl des Titels, die Keyword-Hilfe mit KI und natürlich die eigentliche Texterstellung. Das Programm nimmt einem sehr viel Arbeit ab.
Allerdings gibt es auch eine wichtige Einschränkung: Wenn man selbst gar nicht weiß, worüber man eigentlich schreiben möchte, wird auch die KI keinen Zauber daraus machen. Sie kann helfen, aber sie kann einem die Idee nicht abnehmen.
Ein weiterer Punkt ist, dass man sich nicht blind auf die KI verlassen sollte. Beim ersten Versuch ist ihr genau das passiert. Im Text sollte lediglich einmal auf ihre Homepage verwiesen werden. Da sie den fertigen Text nicht mehr sorgfältig kontrolliert hatte, fügte die KI in jedem einzelnen Kapitel erneut den Hinweis auf ihre Homepage ein. Gleichzeitig waren die Credits bereits verbraucht. Anstatt alles mühsam zu korrigieren und weitere Credits zu investieren, entschied sie sich dafür, das Hörbuch komplett neu zu erstellen. Denn jede Veränderung des Textes oder des Covers kostet Credits und damit Geld.
Der zweite Versuch wurde dann deutlich besser.
Richtig begeistert war sie von der Cover-Erstellung. Die Ergebnisse sehen wirklich professionell aus, und gerade bei einem Hörbuch entscheidet das Cover oft darüber, ob überhaupt jemand darauf klickt.
Etwas schwieriger war dagegen die Auswahl der passenden Stimme. Es gibt viele gute Stimmen, aber welche passt zu welchem Thema? Sollte es eine Männer- oder Frauenstimme sein? Ruhig oder dynamisch? Hier hätte sie sich etwas mehr Orientierung gewünscht. Das kann das Programm natürlich nicht automatisch entscheiden, trotzdem stand sie an dieser Stelle erst einmal ratlos da.
Auch beim Lektorieren blieb eine gewisse Unsicherheit. Die KI schreibt inzwischen wirklich gut, trotzdem stellte sie sich immer wieder dieselben Fragen: Ist der Text vielleicht zu generisch? Erkennt jeder sofort, dass er von einer KI stammt? Wiederholen sich Inhalte?
Deshalb nutzt sie inzwischen zusätzlich ChatGPT außerhalb von Audio Empire. Dort überarbeitet und verbessert sie den Text in Ruhe, ohne ständig wertvolle Credits zu verbrauchen. Erst wenn der Text wirklich steht, übernimmt Audio Empire die eigentliche Erstellung des Hörbuchs.
Gerade diese Kombination funktioniert für sie sehr gut. Mit ChatGPT feilt sie am Inhalt und baut auch die empfohlenen Keywords sinnvoll ein. Anschließend übernimmt Audio Empire den Rest der Hörbuch-Produktion.
Ein großer Pluspunkt ist außerdem, dass sich der komplette Text als Wort-Datei herunterladen lässt. Damit hat sie praktisch nebenbei bereits die Grundlage für ein E-Book, das nach einer letzten Überarbeitung ebenfalls veröffentlicht werden kann.
Sehr viel Arbeit nimmt Audio Empire außerdem bei der Veröffentlichung ab. Intro, Outro, Inhaltsverzeichnis und viele weitere Dinge, die für die Plattformen benötigt werden, erstellt das Programm automatisch. Das spart eine Menge Zeit.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings noch. Bei ihr funktioniert die automatische Veröffentlichung bei Amazon Audio bisher nicht. Das Hochladen scheint dort ( Stand Juli 2026) momentan nicht zu klappen. Da sich das fertige Hörbuch aber herunterladen lässt, kann sie es notfalls selbst bei Amazon veröffentlichen. Bei anderen Plattformen wurde das von Audio Empire ohne Probleme übernommen. Auch das Verrechnen der Einnahmen klappt sehr gut. Audio Empire verbessert sich da ständig.
Der eigentliche Zeitaufwand war überraschend gering. Wenn der Text bereits weitgehend fertig ist, lässt sich ein komplettes Hörbuch durchaus an einem Nachmittag erstellen. Der größte Zeitfresser ist nicht das Programm selbst, sondern das Schreiben und Überarbeiten eines wirklich guten Textes. Das Einsprechen des Textes macht das Programm alleine.
Mein Fazit fällt deshalb positiv aus.
Wenn man bereits ein Thema hat, über das man schreiben möchte, und bereit ist, den eigenen Text sorgfältig zu überarbeiten, ist Audio Empire eine große Hilfe. Besonders in Kombination mit ChatGPT spart es enorm viel Arbeit. Am Ende erhält man nicht nur ein fertiges Hörbuch, sondern gleichzeitig die Grundlage für ein E-Book.
Wer allerdings erwartet, dass die KI alles allein erledigt, ohne selbst Zeit zu investieren oder den Text zu kontrollieren, wird vermutlich enttäuscht sein.
Und eines sollte man ebenfalls nicht vergessen: Das beste Hörbuch verkauft sich nicht von allein. Audio Empire hilft bei der Erstellung und Veröffentlichung, aber die Käufer muss man trotzdem selbst erreichen. Marketing bleibt auch hier die eigene Aufgabe.
Euer Norbert
ÜBER DEN AUTOR

Norbert Kammerer
Ich bin kein Online-Guru, sondern Praktiker. Mein Ziel ist es, Menschen zwischen 45 und 60 dabei zu helfen, ihre Leidenschaften – egal ob Miniaturen, Katzen oder kreative Projekte – in echte Einnahmequellen zu verwandeln. Ohne Technik-Frust und ohne leere Versprechungen zeige ich dir, wie du deinen Lebensstandard sicherst und deine Hobbys heute automatisiert finanzierst.
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